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Mit Wind im Haar und Salzwasser auf der Haut: Unser Segeltörn im Juli
Segeln berührt die Seele, nicht bei jedem. Aber wir haben dieses Feedback von den meisten Menschen, die mit uns auf Törn waren, bekommen. Wie drücke ich aus, dass mich das Meer, der Wind, das Dahingleiten, das Hineingleiten ins salzige Wasser berührt? Tiefe Freude, Lachen, strahlende Augen, träumend auf das Meer schauen, spontan ins Wasser springen, nicht mehr rauswollen aus dem Wasser, von mitreisenden Menschen auf den anderen Schiffen schwärmen, ruhig genießen und einfach glücklich sein – es gibt so viele Arten, den Törn für sich zu genießen.
Unsere Crews, die dieses Mal vom Franziskuswerk in Dachau kamen, eine andere Crew kam aus Straubing-Bogen und die Lebenshilfe Starnberg war das erste Mal dabei. Zusätzlich charterten wir einen Katamaran als Open Ship, für Individualreisende, unter anderen auch mit einem Rollstuhlfahrer.
Am Samstagnachmittag konnten wir unsere drei Einrumpfboote und den Katamaran in Punat auf der Insel Krk beziehen. Schönstes Sommerwetter mit Wassertemperaturen von 24 Grad und tagsüber 25–30 Grad in der Luft waren ideale Startbedingungen. So sind wir dann am Sonntag in Richtung Rab – Sahara-Bucht gestartet. Anker fallen lassen, Baden, Beiboote, SUPs und die Badeplattform ins Wasser bringen und spätestens jetzt hatte für jeden unserer 40 Teilnehmer das Segel-Baden-Sommer-Abenteuer begonnen.
Gleich am Abend bauten wir das maritime Highlight, einen Ankerstern mit unseren vier Schiffen. Mittendrin in unserem Stern, ein kleiner privater Pool, und das mitten in der riesigen Bucht. Ein paar andere Badegäste beschallten mit ihrer opulenten Musikanlage die gesamte Bucht. Die Playlist war vom Feinsten, so dass wir uns überhaupt nicht gestört fühlten, ganz im Gegenteil: Richtig Partystimmung kam auf. Als das letzte Musikboot spät abends die Bucht verließ, drehten sie noch ein paar Extrarunden mit unseren Lieblingshits.
Nach einer sternenklaren Nacht, ließen wir es mit einer ausgedehnten Baderunde am nächsten Tag sehr entspannt angehen. Es waren nur wenige Seemeilen in die Marina nach Supetarska, wo wir über die nahegelegene Eisdiele herfielen.
Am nächsten Vormittag segelten wir bei einem schönen, gleichmäßigen Wind auf die Ostseite der Insel Cres. Hier hatten wir vier Bojen in einer wunderschönen, sehr ruhigen Bucht, mitten in der Natur reserviert. Die Schiffe lagen im Abstand von 50 bis 150 Metern zueinander, so dass Schwimmbesuche auf die anderen Schiffe bei vielen von unseren Gästen auf der Actionliste standen. Spätestens jetzt durchmischten sich unsere Crews, neue Freundschaften entstanden und es gab Spaß und Scherze an allen Orten und zu jeder Zeit. Auch alle anderen Schiffe in der Bucht konnten feststellen, dass die Special Sailing-Abenteuer sehr lustig, aber nicht immer ganz leise sind.
Da sich das Wetter etwas unbeständiger entwickelte und sich eine Bora ankündigte, beschlossen wir, die nächsten zwei Tage in der Stadt Rab zu verbringen. Damit konnten wir dem Wetterrisiko ausweichen und unseren Teilnehmern sowohl einen Stadtbummel mit Shoppingmöglichkeit, Sightseeing mit einer Turmbesteigung als auch einen ausgedehnten Strandbade-Nachmittag bieten. Damit kam so gut wie jeder auf seine Kosten.
Ein weiterer Höhepunkt war dann am Donnerstagabend unser Käpt'ns-Dinner im Restaurant Grand. Das war dann auch noch gleichzeitig die Geburtstagsfete von Andreas, einem unserer Skipper. 40 Menschen an einer langen Tafel, alleine die Drohnenaufnahmen sind spektakulär. Als ob wir es bestellt hätten, spielte an diesem Abend in unserem Restaurant eine Live-Band. Auch hier waren wir mit der Playlist einverstanden und nach und nach rockten alle aus unserer Crew mit. Patricks Rollstuhlreifen quietschten vor Vergnügen, Angie forderte jede Menge „normaler Restaurantbesucher“ zum Tanzen auf. Unsere Polonäse beherrschte das Open-Air-Lokal komplett und viele, viele weitere Gäste schlossen sich an – was für ein Fest!
Am Freitag hieß es dann schon wieder, Richtung Heimathafen aufzubrechen. Mit einem wunderschönen Badestopp auf den letzten Meilen konnten wir die Woche gemeinsam abschließen, bevor wir in Punat wieder andockten. Abschied nehmen und Tschüss sagen, Taschen packen, Schiff übergeben, Autos beladen und ein letztes Mal auf dem Schiff schlafen, dann ging es am Samstagmorgen wieder los gen Heimat.
„Scheh gsieh“ – ich möchte nochmal fahren … das haben wir immer wieder gehört.
Autor: Andreas Hein
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