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Special Sailing rettet Leben bei Rekordflottille
Mit einer Rekordflottille feierte Special Sailing in diesem Jahr einen besonderen Meilenstein. Noch nie in der zehnjährigen Vereinsgeschichte nahmen so viele Schiffe und Menschen an einem einzigen Segeltörn teil. Am 20. Juni stachen sechs Boote mit insgesamt 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Kroatien in See.
Hinter diesen beeindruckenden Zahlen stand eine enorme organisatorische und logistische Leistung. Die Charterung der Boote, die Einteilung der Skipperinnen und Skipper, die Koordination der An- und Abreise sowie die Berücksichtigung der unterschiedlichen Beeinträchtigungen der Teilnehmenden bei der Törnplanung stellten das Organisationsteam vor große Herausforderungen. Dennoch gelang es Special Sailing, auch diese Rekordgröße ohne Einbußen bei Qualität und Betreuung erfolgreich zu bewältigen.
Für einen dramatischen Moment sorgte ein Zwischenfall in der Marina Zut. Die sechs Boote von Special Sailing lagen scheinbar sicher am Steg, als am südlichsten Betonstegelement ein Teil der Konstruktion nachgab und ein kleines Motorboot zum Kentern brachte. Das Boot lag plötzlich mit dem Kiel nach oben im Wasser. An Bord befanden sich drei kroatische Frauen. Zwei von ihnen konnten sich selbst in Sicherheit bringen. Die Hilferufe alarmierten sofort mehrere Skipper und Betreuer von Special Sailing, die ohne zu zögern ins Wasser sprangen, um nach der dritten Frau zu suchen. Ihr war der Fluchtweg aus dem Boot versperrt, während das Wasser im Inneren immer weiter anstieg. In letzter Sekunde gelang es Skipper Michael Mauer, die Frau aus dem Boot zu befreien und ihr damit vermutlich das Leben zu retten.
Nach diesem Vorfall entschieden die Verantwortlichen von Special Sailing, die gesamte Flottille vorsorglich auf ein benachbartes Bojenfeld zu verlegen, da die Sicherheit am beschädigten Steg nicht mehr gewährleistet war.
Abgesehen von diesem außergewöhnlichen Ereignis genossen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Segeltörn in vollen Zügen. Sonniges Wetter und angenehme Winde boten ideale Bedingungen zum Segeln, Baden und für Ausflüge mit dem Schlauchboot.
Auch an Bord warteten besondere Höhepunkte. Für ausgelassene Stimmung sorgte das Public Viewing der Fußball-Weltmeisterschaft auf einem der Segelschiffe. Vereinsvorsitzender Gerrit Abendschön hatte Beamer und Leinwand mitgebracht, sodass die Spiele der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste und Ecuador gemeinsam verfolgt werden konnten. Zahlreiche Fußballfans fieberten in Deutschlandtrikots und mit Deutschlandfähnchen bei den Spielen mit und sorgten für eine besondere Atmosphäre auf See.
Ein weiterer Höhepunkt war das traditionelle Käpt'ns Dinner in Biograd. Trotz der großen Teilnehmerzahl verlief der gemeinsame Abend mit 60 Seglerinnen und Seglern reibungslos und unterstrich einmal mehr die hervorragende Organisation der Veranstaltung.
Die Rekordflottille zeigte eindrucksvoll, dass Special Sailing auch große Herausforderungen erfolgreich meistern kann. Die perfekte Organisation, das außergewöhnliche Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie die vielen glücklichen Gesichter der Teilnehmenden machten den Törn zu einem unvergesslichen Erlebnis – und die Rettungsaktion in der Marina Zut bewies eindrucksvoll, dass der Einsatz von Special Sailing in diesem Fall sogar Leben rettete.
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