SEGELN MIT DEM HOLLERHAUS/INGOLSTADT

Vom 16. bis 23. Juni 2018 waren wir mit Bewohnern des Wohnheims Wolfgang-Adler-Haus, einer Einrichtung des Hollerhauses, Verein für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e. V.  in der schönen Inselwelt Kroatiens unterwegs. Unser Ausgangs- und Zielhafen war die moderne Marina Frapa bei Rogoznica, in der unsere Yacht „Nephele“, eine Dufour Atoll 50, bei Ankunft bereits auf uns wartete. Herrlicher Sonnenschein lässt die lange Anfahrt schnell vergessen. Wir beginnen mit der üblichen Schiffsübernahme und richten uns häuslich auf unserem Schiff ein. Beim Abendessen besprechen wir die Routen der kommenden Tage und alle blicken schon voller Erwartung dem ersten Segeltag entgegen.

Am Sonntag, kurz vor Mittag, heißt es dann „Leinen los“!

Unser erstes Ziel erreichen wir nach kurzer Fahrt. Der Anker fällt mit lautem Rasseln in einer geschützten Bucht. Die ersten mutigen Crewmitglieder stürzen sich trotz kühler Brise in das noch recht frische Wasser. Aber egal, das erste Mal baden im Meer muss sein!

Am nächsten Morgen geht’s schon um 9 Uhr los. Wir fahren bei Sibenik den Fluss Krka hoch zur ACI-Marina Skradin. Die freundlichen Mitarbeiter der ACI-Marina erwarten uns schon und wir bekommen einen perfekten Liegeplatz zugewiesen. Am frühen Nachmittag machen wir uns auf zur Besichtigung der eindrucksvollen Krka-Wasserfälle. Nach einer kleinen Stärkung geht es zurück zu unserer Yacht, um uns fürs Abendessen in einem schicken Restaurant zu „stylen“. Irene stellt dabei ihr ganzes Können als Kosmetikerin unter Beweis.

Am Dienstagvormittag nehmen wir Kurs auf die Insel Zmajan. Anfangs noch recht windig durch eine steife Bora, zeigt sich am Nachmittag das Wetter von seiner besten Seite. An der Westküste der Insel fällt unser Anker in einer schönen weitläufigen Bucht. Bei strahlendem Sonnenschein gibt es nun kein Halten mehr. Alle möchten ins erfrischende Nass. Nach kurzer Vorbereitung ist unser „Kran“ fertig und David, Kim und Michaela werden damit ins Meer abgeseilt. Für einige unter ihnen war es das erste Mal, im Meer zu schwimmen und das salzige Wasser zu schmecken … ein besonderer Moment für uns alle. Nach dem ausgiebigen Abendessen ist noch lange nicht Schluss. So lassen wir den herrlichen „Buchtel-Tag“ mit einer langen „Disco-Nacht“ ausklingen.

Am Mittwoch geht es bei herrlichem Wetter in den Nationalpark Kornaten, bekannt durch eine Ansammlung bizarrer Inseln. Bei der Überfahrt macht unser Steuermann David seine ersten Erfahrungen am Steuer. Auch Steuerfrau Kim übernimmt für einige Zeit das Ruder. Unser Schiff zeichnet eine Menge Kreise in die glatte See, sehr zur Freude der jeweiligen Rudergänger. In der ACI-Marina Piskera werden wir von den hilfsbereiten Mitarbeitern bereits erwartet und bekommen wieder einen perfekten Liegeplatz zugewiesen. Nach einem leckeren Abendessen im Restaurant legen wir uns alle satt und müde in unsere Kojen.

Am nächsten Vormittag verlassen wir die Marina und nehmen Kurs auf die Insel Zirje. Bevor wir unser Ziel, eine der südlich gelegenen Buchten, erreichen, müssen wir noch Proviant besorgen. Wir steuern das kleine Hafenstädtchen Muna auf Zirje an. Der kleine Supermarkt am Hafen ist recht überschaubar, so dass wir uns auf das Nötigste beschränken müssen. Es reicht aber, um unser Abendessen und das Frühstück zu sichern. Kurze Zeit später machen wir an einer Boje fest. Nach einem weiteren tollen Badetag und ausgiebigen Expeditionen mit dem Beiboot kündigt ein schönes Abendrot die letzte Nacht auf dem Meer an.

Unser letzter Tag auf See beginnt mit schlechten Wetteraussichten. Am späten Vormittag wird heftiger Wind mit Regen und Gewitter erwartet. Wir planen um 9 Uhr zurück in unseren Heimathafen zu fahren. Aber irgendwie klappte es nicht. Erst um 10 Uhr kommen wir los, während bereits eine mächtige schwarze Wolkenwand aufzieht. Nach einer Stunde Fahrt prasselt heftiger Regen nieder. Die Crew sitzt aber geschützt im Inneren der Yacht. Bevor der Wind deutlich zunimmt, erreichen wir unseren Zielhafen Marina Frapa. Nachdem unser Schiff wieder an seinem Liegeplatz fest verzurrt ist, wird uns allen bewusst, dass die Woche viel zu schnell vergangen ist.

Nach einem guten Abendessen im Restaurant steht uns allen der Sinn nach einem leckeren Eis. In einer kleinen Eisdiele ordern wir unser „Eis to Go“. Der nette Besitzer gibt jedem von uns noch eine Extrakugel dazu. Dem nicht genug, kommt er mit der vollen Eiskelle aus seinem Laden und beschenkt uns mit weiteren Kugeln, so dass jeder einen riesigen „Eisberg“ vor sich hat. Für manche eine große Herausforderung, diese Menge zu bezwingen. Aber so leicht gibt die „Nephele-Crew“ nicht auf. Mit gemeinsamen Anstrengungen bewältigen wir das Mengenproblem erfolgreich, auch wenn danach der Magen deutlich drückt.

Mit der letzten Nacht an Bord geht eine erlebnisreiche Woche mit viel Spaß und Freude zu Ende.

Am nächsten Morgen starten wir, mit vielen Eindrücken im Gepäck, wieder Richtung Heimat.

Unser Skipper Wolfgang und seine Frau Elisabeth laden uns alle zum Abschluss der Reise zum Gulaschessen zu sich nach Hause ein. Wolfgang lebt in einem herrlichen Haus im schönen Lungau in Österreich. Wir alle genießen die leckere Stärkung und bedanken uns ganz herzlich für so viel Gastfreundschaft.

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