SPECIAL SAILING E.V. MIT JUGENDLICHEN DES PETER-STEUART-HAUSES AUF SEGELTÖRN IN KROATIEN

Vom 25. August bis 1. September waren sechs Jugendliche des Peter-Steuart-Hauses mit zwei Erlebnispädagogen und zwei Skippern unseres Vereins Special Sailing e.V. in der kroatischen Adria unterwegs.
Vereinsvorstand Klaus Bortenschlager und Schriftführerin Maria Klier setzten sich intensiv dafür ein, dass dieses Segelprojekt mit dem Peter-Steuart-Haus durchgeführt werden konnte. Nach der Zusage von großzügigen Spenden des Vereins selbst, des Gospelchors „Hearts of Freedom“ und des Audi Unterstützungsfonds gab Einrichtungsleiter Thomas Herrmann dann grünes Licht für das Projekt.
 
Nun konnten die konkreten Planungen beginnen. Erziehungsleiter Josef Finkenzeller und Erlebnispädagogin Jenny Baukloh ging es bei diesem Segelprojekt nicht in erster Linie um ein einmaliges Ferienerlebnis für die Jugendlichen, sondern um pädagogisch nutzbare Erfahrungen und Eindrücke. Ähnlich wie bei den seit vielen Jahren regelmäßig durchgeführten intensiv-pädagogischen Sozialverhaltenstrainings auf einer Berghütte in den Alpen, bietet sich der Aufenthalt auf einem Segelschiff für ein pädagogisches Projekt an, in dem die Jugendlichen komprimiert lernen können, sich in eine Gemeinschaft zu integrieren, auftretende Konflikte zu lösen, Frustrationen und Rückschläge auszuhalten, Notwendigkeiten und nicht veränderbare Bedingungen anzuerkennen, im Team gemeinsam Schwierigkeiten zu überwinden und sich aktiv an der Zielerreichung zu beteiligen.
 
Bereits im Vorfeld lernten sich alle Teilnehmer der Fahrt in mehreren Treffen kennen. Die beiden Skipper von Special Sailing, Peter Landisch und Christian Rätscher machten den Jugendlichen klar, was von ihnen erwartet wird und was es heißt, eine Woche auf engstem Raum auf einem Schiff zusammen zu leben. Da jeder an Bord in die anfallenden Arbeiten eingebunden ist, wurden auch so grundlegende Dinge wie Knotenbinden geübt und die Crew somit aufs Ab- und Anlegen, Gegenstände sichern etc. vorbereitet.
 
Nach anstrengender Anfahrt mit einem vollbegackten Kleinbus bezogen wir dann endlich unser Segelschiff im Hafen von Biograd. Das Abenteuer „Segeln“ ließ aber noch auf sich warten, weil wir wegen Gewitterregen und Sturm nicht auslaufen konnten. Alternativ fuhr die Crew aber in den Krka-Nationalpark und wanderte auf einem Rundweg durch ein Meer von Wasserfällen und Kaskaden umrahmt von einer malerischen Bucht.
Am darauf folgenden Tag erkundeten wir dann im Rahmen eines Geocaching-Wettbewerbes die nähere Umgebung von Biograd. Geocaching ist eine Art moderne Schnitzeljagd, man könnte auch sagen Schatzsuche. Am Dienstag war es endlich soweit, das Schiff konnte auslaufen und die Crew erstmals ihr vorbereitetes Wissen anwenden, d.h. Anordnungen umgehend Folge leisten, agieren ohne Hektik etc. Angesteuert wurde die Insel Zut, wo das Schiff nach einer labyrinthähnlichen Anfahrt vorbei an anderen Inseln dann an einer Boje festmachte. Als Abendprogramm bezwangen wir einen Hügel auf der Insel, um von dort aus einen beeindruckenden Überblick über die Inselwelt der Kornaten zu erhalten. Ein sensationeller Sonnenuntergang (Bild) belohnte uns für die „Bergsteigerstrapazen“.
Die Reise ging weiter zur Insel Dugi Otok in die Bucht LucaTelascica und tags darauf zur Insel Murter, um danach wieder in Richtung Biograd zu steuern. Mit einer letzten Nacht an Bord ging eine sehr erlebnis- und lehrreiche Woche, in der auch der Spaß nicht zu kurz kam, zu Ende, eine für alle Beteiligten nachhaltig wirksame Erfahrung im Umgang mit begrenztem Raum, Aushalten von Mangel, Umorganisation und Anpassung an veränderte Bedingungen!
 

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